Passivhausplanung

Als vom Passivhausinstitut Darmstadt zertifizierter Passivhausplaner
begleite ich Sie bei Planung, Projektierung und Umsetzung Ihres
Passivhauses.

Der Passivhaus-Standard ist der weltweit anerkannt höchste Standard im
Energieeffizienten Bauen.

Der Heiz- und Kühlenergieverbrauch eines Passivhauses beträgt maximal
15 kWh/m²a im Jahr. Das sind fast 80 % weniger, als ein Neubau heute nach dem Gesetz (EnEV 2009) in Deutschland verbrauchen darf.

Das Passivhaus macht also nicht nur unabhängig von unaufhaltsam steigenden Energiekosten, es leistet auch einen gewaltigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.

Aus diesem Grund hat die EU sich zum Ziel gesteckt, den Passivhaus-Standard bis 2018, allerspätestens aber bis zum Jahr 2020 für Neubauten zum gesetzlich vorgeschriebenen Standard zu machen.

Folgende Grundsätze bilden einen Leitfaden zum Bau von Passivhäusern:

Ein Passivhaus ist supergedämmt

  • Alle Bauteile der Außenhülle müssen rundum sehr gut wärmegedämmt werden. Kanten, Ecken, Anschlüsse und Durchdringungen müssen besonders sorgfältig geplant werden, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Südorientierung und Verschattungsfreiheit

  • Geeignete Orientierung, Verschattungsfreiheit und ein reduzierter Fensterrahmen-Anteil sind weitere Voraussetzungen, damit der "passive" Solarenergiegewinn optimiert und zum entscheidenden Wärmelieferanten werden kann. Insbesondere bei freistehenden Einfamilienhäusern kann hierdurch ein erhöhter Dämmaufwand vermieden werden.

Superverglasung und Superfensterrahmen

  • Die Fenster (Verglasung einschließlich der Fensterrahmen) sollen einen U-Wert von 0,80 W/(m²K) nicht überschreiten. Hierfür sind besondere Fensterrahmen mit Wärmedämmung erforderlich. Die Verglasungen haben einen g-Wert um 50% (g-Wert = Gesamtenergiedurchlassgrad, Anteil der für den Raum verfügbaren Solarenergie). Die Fenster müssen wärmebrückenfrei in die Dämmebene der Wandkonstruktionen eingebaut werden.

Luftdichtheit des Gebäudes

  • Die Leckage durch unkontrollierte Fugen darf beim Test mit Unter- und Überdruck von 50 Pascal nicht größer als das 0,6fache Raumluftvolumen pro Stunde sein. Durch eine weitere Verbesserung der Luftdichtheit kann auch der Heizwärmebedarf gesenkt werden. Viele Passivhäuser erreichen Drucktestergebnisse von 0,3 bis 0,4 Raumluftvolumen pro Stunde.

Passive Vorerwärmung der Frischluft

  • Die Frischluft kann über einen Erdreich-Wärmetauscher (in der Erde verlegte Lüftungskanäle) in das Haus geführt werden; selbst an kalten Wintertagen wird die Luft so bis auf eine Temperatur von über 5°C vorerwärmt. Dies ist eine sinnvolle Option, aber nicht unbedingt bei jedem Passivhaus erforderlich.

Hochwirksame Rückgewinnung aus der Abluft mit einem
Gegenstrom-Wärmeüberträger

  • Die kontrollierte Lüftungsanlage sorgt nicht nur für ein komfortables Temperaturniveau sondern außerdem für ununterbrochene Frischluftzufuhr und somit für beste Luftqualität und allerhöchsten Wohnkomfort. Im Passivhaus werden mindestens 75 % der Wärme aus der Abluft über einen Wärmeüberträger der Frischluft wieder zugeführt. Hierfür werden Frischluft und Abluft in getrennten Kanälen aneinander vorbeigeführt. So kann die Wärme ohne eine Vermischung der Luft übertragen werden. Für die Lüftung darf allerdings nur ein minimaler Stromverbrauch zugelassen werden.

Erwärmung des Brauchwassers mit möglichst regenerativen Energien

  • Um den Verbrauch von fossilen Ressourcen weiter zu senken, kann die Bereitung des Brauchwarmwassers ganz oder teilweise mit Solarkollektoren, Holzkesseln oder auch Wärmepumpen erfolgen.

Energiespargeräte für den Haushalt

  • Die Reduzierung des Strombedarfs schont nicht nur Umwelt und Haushalts kasse, sie vermeidet auch eine unnötige Erwärmung der Räume im Sommer.
    Kühlschrank, Herd, Tiefkühltruhe, Lampen und Waschmaschine als hocheffiziente Stromspargeräte sind ein unverzichtbarer Bestandteil für ein Passivhaus. Zum Trocknen der Wäsche eignen sich hervorragend die Wäscheleine (Solartrockner) oder ein Trockenschrank, der im Gegensatz zu Abluft- oder Kondensations-Wäschetrocknern einen sehr geringen Strombedarf hat.

Gesamtkonzept optimieren, Baukosten sparen

  • Um den Passivhaus-Standard zu erreichen, müssen alle Komponenten optimiert und aufeinander abgestimmt werden. Hierfür wurde das Passivhaus Projektierungspaket (PHPP) entwickelt. Das PHPP ist ein Energiebilanzierungsverfahren für Heizwärme- und Primärenergiebedarf auf Excel-Basis, das viele zusätzliche Berechnungshilfen für z.B. Fenster-U-Werte, Einfluss von Orientierung und Verschattung, Gebäudeheizlast und sommerliche Übertemperaturhäufigkeit enthält. Mit diesem Werkzeug kann der Planer mit geringem Aufwand alle entscheidenden Komponenten des Passivhauses optimieren und kostengünstige Lösungen erzielen.
Weiterführende Informationen: